Meine Beziehung zu Autos ist in etwa so leidgeprüft wie die Beziehung von x (x-beliebiges bitte einsetzen) zu y (y-beliebiges bitte einsetzen).
Mein erstes eigenes Auto (von Opa bezahlt, aber ganz alleine meins) war ein kleiner knuffiger schwarzer Corsa. Nicht sonderlich schick und prestigeträchtig, aber immerhin.
Leider hat es sich als absoluter Fehlkauf herausgestellt und ohne meinen Opa und einen Mechaniker im Bekanntenkreis hätte ich den Corsa schon schnell verkaufen müssen. Gott sei Dank waren es nie größere Schäden, aber bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist und zwar viel.
Irgendwann hat dann mein kleiner Corsa beschlossen, dass es Zeit ist in den Corsahimmel zu gehen und hat einen tragischen Freitot gewählt. Er ist einfach – ohne ersichtlichen Grund und bei ANGEZOGENER Handbremse und EINGELEGTEM GANG – einen kleinen Hang hinunter gerollt und vor – oder besser in – einer Mauer zum Stehen gekommen.
Ich habe vielleicht geheult. (Hier denkt Euch bitte einen jämmerlich heulenden Smilie.) Mit dem ersten Auto verbindet man ja auch so einiges.
Mein zweites Auto – ein kleiner und soooo gar nicht süßer Ford Fiasko – habe ich auch nur ein paar Monate genießen dürfen. Motorschaden nach kaum 70.000 km. Nie mehr Ford.
Tja und nun besitze ich einen kleinen Löwen, den ich aber liebend gern gegen eine größere Karosse eintauschen möchte. Na ja, möchte ich untertrieben. Der neue ist schon bestellt.
Und diesmal wird es kein Löwe sein. Denn so allmählich glaube ich, die werten Herren und Damen dort halten mich für selten dämlich. Nach kaum 50.000 km war schon die Zylinderkopfdichtung im Eimer (das hat aber GsD die Garantie übernommen) und jetzt platzt auf dem Dach der Lack ab. Darauf aufmerksam wurde ich erst als ich meinen Löwen bei dem Autohaus vorstellte, bei dem ich den neuen gekauft habe zwecks Inzahlungnahme. Der nette Werkstattleiter dort sagte sehr deutlich, dass das KEIN Anwenderfehler sei (er schließt solche Dinge wie Vogeldreck aus) sondern vermutlich ein Lackfehler und ich solle doch mal sehen, ob das nicht auf Garantie laufen würde.
Tja, meine geliebte Werkstatt ist da ganz anderer Meinung und behauptet steif und fest, dass das Vogeldreck sei, den ich eben nicht richtig und nicht schnell genug weggemacht hätte.
Ich überlege nun, ob ich da mal einen Gutachter ranlasse. So eine Komplettlackierung kostet schnell an die 1000 €….
Mal sehen ob ich es drauf ankommen lasse. Eins steht fest: Kein Löwe mehr, obwohl der Kleine mir eigentlich ans Herz gewachsen war… Süß war bzw. ist er ja auch.
Jetzt überlegen wir halt, ob wir ihn nicht privat verkaufen. Da bekommen wir bestimmt mehr.
Und ich hoffe nur noch, dass ich mit der nächsten Marke (und damit verbunden auch mit der nächsten Werkstatt) mehr Glück habe.
Es grüßt die Autogebeutelte
Sommerschwester























